Informationen

Wer besucht unsere Schule?

Unsere Schule besuchen Schülerinnen und Schüler, die aufgrund erheblicher Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen den Bildungsgängen in allgemeinen Schulen Mannheims nicht folgen können und die individuelle Hilfen benötigen, um das Ziel Selbstverwirklichung in sozialer Integration zu erreichen.
Deshalb gehen wir den ganzen Tag in die Schule und essen auch dort zu Mittag.

Im Schuljahr 2011/2012 sind 226 Schülerinnen und Schüler bei uns gemeldet, davon 6 in der Außenklasse der Brüder-Grimm-Schule, 6 in einer Diagnoseklasse in der Eduard-Spranger-Schule, 1 Schüler in der Uhlandgrundschule, 1 Schüler in der Wilhelm-Wund-Grundschule und 2 in der Käthe-Kollwitz-Grundschule.

Wer arbeitet an unserer Schule?

An der Umsetzung unserer Ziele arbeitet zur Zeit ein Team von ca. 100 Personen. Es setzt sich zusammen aus Lehrerinnen und Lehrern, städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Referendaren und Praktikanten, sowie Küchenmitarbeiterinnen.


Das Kollegium im Schuljahr 2010/11

Wer war Dr. Eugen Neter, Namensgeber unserer Schule?

  • 1876 wird er im Schwarzwald, in Gernsbach geboren. Er hat 11 Geschwister.
  • 1893 beginnt er das Studium der Medizin in Heidelberg. Er ist erst 17 Jahre alt.
  • 1903 eröffnet er eine Kinderarztpraxis in Mannheim. Er ist jetzt 27 Jahre alt. Bald ist er bei allen sehr beliebt.
  • 1914-1918 ist er Arzt im Ersten Weltkrieg.
  • 1936 beginnt die Verfolgung der Juden. Er ist 60 Jahre alt. Dr. Eugen Neter ist Jude. Weil er sehr bekannt ist, hat er eine Sonderstellung. Er hilft sehr vielen Menschen. Jemand sagte einmal: “Aus dem Kinderarzt war der Vater aller Verfolgten in Mannheim geworden.”
  • 1940 werden alle Juden, die in Mannheim leben, weggebracht. Sie kommen in ein Lager in Südfrankreich. Dort ist es kalt und nass. Sie haben kaum etwas zu essen. Viele werden krank und sterben. Eugen Neter geht freiwillig mit und hilft, wo er kann. Er überlebt.
  • 1945 ist der Krieg vorbei. Dr. Neter geht nach Israel und lebt dort bis zu seinem Tode.
  • 1966 stirbt Dr. Eugen Neter im Alter von 90 Jahren in Israel. Die letzten Jahre lebt er in einem Kibbuz.

Geschichte des Schulgeländes

  • 1907: Ovalhof und Hausmeisterhaus werden als Kinderferienheim der Landmaschinenfabrik H. Lanz (heute John Deere) erstellt
  • 1920: Familie Lanz überlässt das Kinderferienheim samt Personal der Stadt Mannheim als Kindererholungsheim
  • Ende der 20er: Erwerb durch die Stadt Mannheim
  • Mitte der 30er bis Kriegsende: Arbeitsdienstlager zur Trockenlegung des Sandtorfer Bruchs, Krankenhaus, Altersheim, Soldatenunterkunft für amerikanische Soldaten
  • ab 1948: TBC-Station der LVA
  • 1951-1961: Betreuung jugendlicher Flüchtlinge durch den IB
  • 1961-1966: Kinderheim für erholungsbedürftige Mannheimer Kinder
  • 1965: Ausbau zur Pockenisolierstation und Quarantänestation
  • 16.10.1966: Nach Inkrafttreten des Baden-Württembergischen Schulverwaltungsgesetzes nimmt die Eugen-Neter-Schule in den leerstehenden Räumen den Betrieb auf
  • 1972: Bau des Schulpavillons mit 4 Klassenzimmern
  • 1977: Aufgabe der Pockenisolierstation, Ausbau von 2 Lehrküchen, Bezug des Krankenhauses und des Bettenlagers (Verwaltungsbau- und Musikraum)
  • 1980/81: Bau der Werkstatt
  • 1983/84: Bau der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens, Basketballplatz und Aula
  • 2000: Einrichtung eines PC-Raumes
  • 2001: Installation von Groß-Spielgeräten im Schulgelände
  • 2002: Einrichtung der MVV-Bushaltestelle “Eugen-Neter-Schule”
  • 2003: Trainingswohnung in der Waldhornstraße in Mannheim-Neckarau. Ab 2009 in der Rheinhäuserstraße
  • 2004: Erweiterung und Auslagerung der Werkstufe in die Außenstelle im ABZ nach Mannheim-Gartenstadt
  • 2005: Planung des Neubaus
  • 2009: Fertigstellung von 22 Klassenzimmern und einer Frühförderstelle für 7 Mio €.
  • Oktober 2010: Baubeginn eines Kleinspielfeldes mit Kunstrasen